Troll-Thing, 28.5.2006, Tübingen
Gestern war ich auf dem Troll Thing, einem gemütlichen Jugendhaus-Con in Tübingen. Der findet nur am Sonntag statt und geht von 10 bis 10. Besonderes Feature: eine Bedienung geht zwischen den Spielrunden herum, nimmt Bestellungen auf und bringt das Essen an den Tisch. Sehr bequem, das.
Nach etwas Warten und erfolgreicher Manipulation von Spielerwünschen hatten wir die acht Menschen, die Engel spielen wollten, erfolgreich zu je vieren auf eine klassische Engel-Runde mit Einführung (meins!) und Mater Ecclesia verteilt. Daneben gab es noch eine Opus Anima-Autorenrunde, zwei DSA-Runden, einmal Deadlands und noch zwei-drei weitere.
Der Engel-Trailer [1], gelesen mit zwei verteilten Rollen, war wieder ein perfekter Einstieg, und die DSA-Spielerin blieb danach auch gleich dabei, ungeachtet der Warnungen der Bedienung ('Spielt nicht Engel, ihr wollt nie wieder was anderes spielen!').
Danach folgte eine tot-geile Runde. Selten Spieler gehabt, die sich vom Abenteuer so einfangen lassen. Die streckenweise auf der Vorderkante des Sofas sitzen vor Spannung (egal ob ihr Char dabei ist oder nicht) und bei jeder überstandenen kritischen Situation vor Erleichterung keuchen. Die haben sogar alles daran gelegt, einen totgeweihten NSC (ihren Gabrieliten) zu retten. Als der sich später wieder in eine gefährliche Situation brachte, meine die Raphaelitin "wenn der jetzt stirbt, bringe ich ihn um".
Eigentlich wollte ich um sieben fertig sein, aber ich brachte es nicht übers Herz, das Abenteuer vorzeitig zu beenden. Außerdem war es auch für mich dermaßen spannend, zu sehen, was die Gruppe tut, wie sie agiert und reagiert und die Charaktere interagieren. Also haben wir bis zehn gespielt.
Dafür leite ich auf Cons. Um immer wieder neue Spieler zu haben, die einen überraschen.



